Das Ehrenamt hat in allen Zeiten einen wichtigen Stellenwert in unserer Gesellschaft. Ohne die ehrenamtlichen Kräfte wären viele soziale, sportliche und kulturelle Standards nicht auf den augenblicklichen Niveaus und ließen sich auch in Zukunft nicht halten.
Die öffentliche Wertschätzung ehrenamtlicher Tätigkeit wird mehr denn je als wichtiger Aspekt der Förderung bürgerschaftlichen Engagements aufgeführt. Eine „Ehrenamtskarte“ ist auch ein erprobtes und wirksames Instrument der Wertschätzung ehrenamtlicher Tätigkeit.
Nach einem entsprechenden Kabinettsbeschluss vom 08.01.2008 gibt das Land NRW (Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration NRW) eine landesweite „Ehrenamtskarte NRW“ heraus. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit den Kommunen in NRW. Das Konzept beruht auf dem des Landes Hessen > www.e-card-hessen.de
Die „Ehrenamtskarte Nordrhein-Westfalen“ stellt einen neuen Ansatz zur Anerkennung und Würdigung des bürgerschaftlichen Engagements dar. Sie sieht vor, dass überdurchschnittlich engagierte Personen die Möglichkeit einer vergünstigten Nutzung öffentlicher und privater Angebote erhalten und ihnen auf diese Weise für die unentgeltlich erbrachten Leistungen für das Gemeinwohl gedankt wird.
Ratingen ist eine der zehn ausgewählten Pilotstädte in NRW, die die „Ehrenamtskarte“ herausgeben.
Eine Vorbereitungsgruppe auf Landesebene erarbeitete unter Mitwirkung der Pilotstädte und anderer Kommunen, die bereits über derartige Karten verfügen, die Grundlagen zur Herausgabe der „Ehrenamtskarte NRW“. In dieser Arbeitsgruppe sind auch die Stadt Ratingen und die „freiwilligenbörse ratingen“ beteiligt.
Es wurden folgende Grundlagen und Vergabekriterien formuliert:
Die Ehrenamtskarte dient primär als Anerkennung und Danksagung für ein überdurchschnittliches, nicht alltägliches Engagement.
Das Projekt ist in Nordrhein-Westfalen mit zehn interessierten Kommunen als „Pilotgruppe“ gestartet.
Die landesweit einheitliche Karte wird vom Land zur Verfügung gestellt, für Begleitmaterialien (Informationsbroschüre, Plakat, Flyer, Website) wurde ein gemeinsames Logo und Layout entwickelt.
Das Land erstellte eine Internetplattform und pflegt diese. Die Städte haben die Möglichkeit, eigene Vergünstigungen dort bekannt zu geben > www.ehrensache-nrw.de.
Die Pilotstädte erhalten als finanzielle Grundlage einen Betrag von 3.000 Euro, der in Ratingen an die „freiwilligenbörse ratingen“ weitergeleitet wird.
Für die Vergabe der Ehrenamtskarte in Nordrhein-Westfalen gelten landesweit einheitliche Kriterien. Ergänzend können von den Kommunen selbst Kriterien festgelegt werden.
Verbindliche Kriterien:
Mit Blick auf unterschiedliche Strukturen des bürgerschaftlichen Engagements im städtischen und ländlichen Raum soll es möglich sein, lokalen Besonderheiten Rechnung zu tragen. Es steht den Kommunen frei, Einzelfallentscheidungen zu treffen.
Kommunal gestaltbare Kriterien
Für Ratingen wurden folgende Kriterien zur Ausstellung der „Ehrenamtskarte NRW“ durch den Rat der Stadt Ratingen mit Beschluss vom 16.12.2008 festgelegt:
Der Rat der Stadt Ratingen stimmte in seiner Sitzung am 16.12.2008 der Einführung der „Ehrenamtskarte NRW“ in Ratingen zu.
Die „Vereinbarung zur Einführung der Ehrenamtskarte Nordrhein-Westfalen“ zwischen dem Land NRW und der Stadt Ratingen wurde am 26.02.2009 unterzeichnet.
Die Einführung und Durchführung der „Ehrenamtskarte NRW“ wird durch den Arbeitskreis „Ehrenamt in Ratingen“ begleitet.
Die Ausgabe und Verwaltung der „Ehrenamtskarte NRW“ wird die „freiwilligen-börse ratingen“ durchführen. Um diese Aufgaben erledigen zu können, wird der „freiwilligenbörse ratingen“ die Anschubfinanzierung des Landes in Höhe von 3.000 Euro weitergeleitet. Zusätzlich wird ein Betrag von 3.500 Euro aus städtischen Mitteln für das Jahr 2009 zur Verfügung gestellt.
Kontaktdaten des „EAK-Teams“
„freiwilligenbörse ratingen“,
c/o SKF Ratingen,
Düsseldorfer Straße 40,
40878 Ratingen
Tel. 02102-7116125
E-Mail: ehrenamt@skf-ratingen.de
Zweifelsfragen werden zusammen mit der Stadt Ratingen (Amt für Soziales, Wohnen und Integration) geklärt.
Zur Akquise von Vergünstigungsangeboten wurde die „Ratingen Marketing GmbH“ , in das Verfahren einbezogen. Sie führt die entsprechenden Gespräche mit den Interessenverbänden und ggf. Anbietern.
Vorbehaltlich der Zustimmung des Rates der Stadt Ratingen werden die bereits für Besitzer/innen des „Sozialpass Ratingen“ (für SGB II- und XII-Empfänger/innen u.a.) geltenden Vergünstigungen für Einrichtungen der Stadt Ratingen für die Inhaber/innen der EAK übernommen.
Eine Informationsveranstaltung zur Einführung der „Ehrenamtskarte“ fand am Donnerstag, den 19.03.2009, 18.30 Uhr im Konferenzraum des SKF Ratingen, Düsseldorfer Straße 40, statt.
Die ersten „Ehrenamtskarten“ wurde Bürgermeister Harald Birkenkamp im offiziellen Rahmen am Donnerstag, den 07.05.2009 19.00 Uhr, im Foyer der „Dumeklemmerhalle – Stadthalle Ratingen“ ausgeben.
Vergünstigungen für Inhaber der Ehrenamtskarte
... in Ratingen (siehe unten)
Bewerbung für die Vergabe der Ehrenamtskarte
Der Antrag auf Ausstellung einer Ehrenamtskarte für ehrenamtlich tätige Personen wird als Download angeboten (siehe unten)
Kompetenzteam
“Ehrenamt in Ratingen”
c/o Stadt Ratingen
Erhard Raßloff
Minoritenstraße 2-6
40878 Ratingen
Telefon 02102 550-5000
E-Mail ehrenamt@ratingen.de
freiwilligenbörse ratingen
Ferdinand Mathey
Düsseldorfer Straße 40
40878 Ratingen
Telefon 02102 7116-854
E-Mail freiwilligenboerse@skf-ratingen.de
http://www.freiwilligenboerse-ratingen.de/
Ina Bisani
DumeklemmerStiftung Ratingen
Telefon 0172 2853931
E-Mail ina.bisani@gmx.de